Simon Pfeffel
Simon Pfeffel, ein Performance-Künstler mit nahezu zwei Jahrzehnten Erfahrung, schafft Werke, die die Grenzen zwischen Kunst, Alltag und sozialer Interaktion verschwimmen lassen. Seine Performances sind geprägt von der aktiven Beteiligung zufälliger Passanten, deren Neugier, Offenheit und Empathie der Schlüssel zur Realisierung seiner künstlerischen Projekte sind. Das Konzept des Scheiterns ist dabei nicht nur ein inhärenter Bestandteil seiner Arbeiten, sondern fungiert auch als kreativer Antrieb und Einladung zur Partizipation.
Im September 2023 plante Pfeffel ein umfangreiches Performance-Projekt, das das Verhältnis von Empathie und Rezeption im Stadtraum sowie im digitalen Raum untersuchte. An drei Wochenenden präsentierte er in Stuttgart, Karlsruhe und Pforzheim insgesamt 16 Performances, die in direkter Abfolge gezeigt wurden. Diese künstlerische Dichte sollte zu einer intensivierten Wahrnehmung zeitgenössischer Kunst führen und die Aufmerksamkeit in sozialen Netzwerken erhöhen.


Ein Dialog zwischen Kunst und Gesellschaft
Wie in Pfeffels früheren Projekten wurden auch die für YouTransfer e.V. geplanten Aktionen in einem gemeinsamen Dialog zwischen Künstler und Passanten realisiert. Die Performances waren so konzipiert, dass sie auf die aktive Mitwirkung der Öffentlichkeit angewiesen waren. Dadurch entstand ein interaktives künstlerisches Erlebnis, das soziale und urbane Räume neu definierte und Empathie als verbindendes Element zwischen Kunst und Gesellschaft thematisierte.
Empathie und digitale Medien
Im Fokus des Projekts stand die Analyse digitaler Reaktionen auf Performances im öffentlichen Raum. Die unmittelbare Rezeption durch Passanten wurde dokumentiert und in den sozialen Netzwerken reflektiert. Diese digitalen Rückmeldungen bildeten die Grundlage für Podiumsdiskussionen, die in Zusammenarbeit mit Experten unterschiedlicher Disziplinen stattfanden. Hier wurden Fragen nach der Rolle von Empathie in der Kunst, den Herausforderungen der digitalen Transformation und der Wechselwirkung zwischen öffentlichem und virtuellem Raum behandelt.
Kunst als Einladung zur Reflexion
Pfeffels Performances waren mehr als bloße künstlerische Aktionen – sie waren eine Einladung, sich mit den Dynamiken des urbanen und digitalen Lebens auseinanderzusetzen. Mit seinem Ansatz, Empathie als Werkzeug der Analyse und Verbindung zu nutzen, zeigte Pfeffel auf eindrückliche Weise, wie zeitgenössische Kunst nicht nur erlebt, sondern aktiv mitgestaltet werden kann.
Dieses Projekt von Simon Pfeffel stellt einen wichtigen Beitrag zu aktuellen Diskursen über Kunst im digitalen und urbanen Raum dar und beweist einmal mehr, dass Kunst ein mächtiges Mittel sein kann, um gesellschaftliche Themen zu reflektieren und neue Perspektiven zu eröffnen.