Interviewporträts zu Kunst, KI und kreativer Arbeit

Künstliche Gegenwart fragt nach dem Moment, in dem Kunst nicht mehr vor der Maschine steht, sondern diese als Partnerin, Gegnerin oder Bedingung ihrer eigenen Praxis begreift. Künstliche Intelligenz erscheint in diesem Zuge nicht nur als Werkzeug, sondern als Störung, Spiegel, Produktionsbedingung und kulturelle Zumutung.

Als Kunstverein schielen wir dabei nicht auf die nächste technische Sensation, sondern werfen einen genauen Blick auf das kulturelle Spektrum, das sich durch diese Technologien erweitert. Was geschieht, wenn Maschinen mitarbeiten? Was bleibt vom Eigenen, wenn Systeme lernen, imitieren, erweitern und widersprechen? Und welche neuen Formen entstehen dort, wo Kontrolle, Fehler und Vorstellungskraft aufeinandertreffen?

In dieser Reihe von YouTransfer sprachen Kathrin Aschmann und Moritz Zemsch mit Künstler:innen und Kreativen, die sich auf diverse Weise mit künstlicher Intelligenz und digitaler Transformation auseinandersetzen: in Bildern, Klängen, Körpern, Räumen, Arbeitsprozessen, Konzepten und ökonomischen Realitäten. KI verhandelt implizit die eigenen Folgen für Autor:innenschaft, Wert, Kontrolle, Arbeit und die Potenziale menschlicher Vorstellungskraft. Die Reihe demonstriert dabei keine einheitliche Haltung, sondern ein Feld aus Faszination, Skepsis, Aneignung, Widerstand und Experiment.

Interview und Text: Kathrin Aschmann, M.A. und Moritz Zemsch
Herausgegeben von: YouTransfer e.V.

„Zwischen Befreiung und Enteignung“

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Kathrin Aschmann M.A., Studium der Kunstgeschichte in Wien, Stuttgart und Cagliari. Mitarbeit an der Staatsgalerie Stuttgart u.a. im Projekt „Rubens digital“ sowie Ausstellungstätigkeit am Siegerlandmuseum. Lehre an der Akademie der Bildenden Künste Stuttgart und der Merz Akademie sowie Mitarbeit an einem digitalen Werkverzeichnis. Forschungsinteresse zu Peter Paul Rubens und der frühneuzeitlichen Druckgrafik. Redaktionelle Mitarbeit beim Online-Magazin frame[less].

Moritz Zemsch (Diplom BK), 2 Jahre Linguistik, 8 Jahre Kunstakademie,10 Jahre Theke: Der Objektkünstler und Kritiker Moritz Zemsch arbeitet transversal, samplebasiert und kollektiv in den vordefinierten Systemen des Spätkapitalismus, an den Blendarkaden der ästhetischen Ökonomie.